“Wir träumten von einem Ort der anders ist…”


“Wir träumten von einem Ort der anders ist…”

Hmm…” sagt eine der beiden Inhaberinnen auf die Frage, wie sie auf die Idee zum immerland gekommen sind. “Ich glaube wir hatten ein paar Gläser Rotwein getrunken und haben unsere Geschäftsideen ausgetauscht, als wir feststellten, dass wir so ziemlich den gleichen -Schnall- haben” – beide lachen.

Die zwei Jungunternehmerinnen Karin Kaufmann und Jannah Quathamer sind gern kreativ und kennen keine Grenzen, wenn es um Ideen geht. “Wir haben den ganzen Sommer damit verbracht unser Konzept zu erweitern und vervollständigen und sind noch immer zu keinem Ende gekommen.”

Kennengelernt haben sie sich bei der Arbeit in der Gastronomie und schnell entdeckt, dass sie ähnliche Ansichten von Arbeitsmoral und Teambuilding haben und sich auf Anhieb gut verstanden. Karin hat Tourismus am MCI studiert und das Löwenhaus in Innsbruck als Betriebsleiterin fünf Jahre lang geführt. “Ich bin in der Gastronomie aufgewachsen und habe immer davon geträumt, mein eigenes Lokal zu führen.” Jannah hat Psychologie in Innsbruck studiert und wollte in kein Angestelltenverhältnis übergehen. “Ich habe stets versucht, eine meiner Ideen wahr werden zu lassen, damit ich für mich selbst, sprich schöpferisch tätig sein kann”.

Beide vereinten ihre zahlreichen Ideen und es entstand ein großer kreativer Prozess, an dem auch ihre Freunde und Familie beteiligt gewesen sind. Bis in kleinste Detail, wurde die Idee vom immerland weitergesponnen. “Wir haben vor der Eröffnung, viele Rezepte ausprobiert und uns Gedanken gemacht, was in Innsbruck so fehlt und das dann umgesetzt”.

Ihnen ist es wichtig einen Platz der Freude und Erholung für die Gäste anzubieten. Auch auf Trends und Bewusstsein wird großen Wert gelegt, so spielt im immerland Ernährung und Wertschätzung eine große Rolle. “Wir wollten einen Ort schaffen, an dem die verschiedensten Menschen mit den unterschiedlichsten Ernährungsdifferenzen zusammentreffen können und jeder findet etwas auf der Karte, was von uns mit viel Liebe und Wertschätzung zubereitet worden ist.” Das ist ihnen auch gelungen. Ob “Veganer” oder “Raubtier”, “Paleolith” oder “Glutenfreiiker”, “Lowcarbler” oder “Körnerliebhaber”, jeder kann sich seine Lieblingsmahlzeit zusammenstellen lassen.

“Eigentlich sind wir gar keine Frühaufsteher, aber wir wollten unbedingt ein Frühstückslokal eröffnen, welches all diese Kriterien erfüllt.” Den Sommer 2015 haben die zwei Immerländerinnen damit verbracht, sich um die Inneneinrichtung und die Organisation zu kümmern. Es wurde ein Team aus Freunden und Bekannten zusammengestellt und jeder hat angepackt. Die Tische sind aus alten Türblättern selbst gebaut worden und die Deko haben sie in mühevoller Handarbeit erschaffen (siehe Bild). Alles was ging wurde aus gebrauchten Gegenständen mittels “upcycling” wieder aufgewertet und zu etwas Neuem ertüftelt. Das fängt bei den Tischen an und zieht sich durch bis zum Geschirr, welches von ihnen auf Flohmärkten und Wohnungsauflösungen zusammengesucht wurde. “Bei uns ist nichts Standard, unser Geschirr passt so wenig zusammen wie Veganer und Fleisch.”

Ebenso über die Auswahl der Lebensmittellieferanten haben sich die beiden sehr viele Gedanken gemacht und zahlreiche Bauernhöfe, Almen und Marktstände abgeklappert, bis sie Milch, Eier, Käse und Fleisch in hervorragender Qualität gefunden hatten. “Uns ist es wichtig, dass wir wirklich regional und fair einkaufen und uns nicht nur auf ein Bio- oder andere Gütesiegel verlassen, deswegen haben wir uns die Höfe, von denen wir unsere Produkte beziehen, genau angeschaut und Tiere und Bauern auch persönlich kennengelernt.”

Alles in allem haben sie das immerland, dessen fabelhafte Geschichte Jung und Alt zu verzaubern vermag, fast ausschließlich aus purer Kreativität und echtem Herzensblut erschaffen und wir dürfen gespannt sein, was die beiden Unternehmerinnen sich in Zukunft noch so für uns einfallen lassen.